Alexa+ als Antwort auf Google Gemini ChatGPT und Apple Intelligence vorgestellt
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Alexa von Amazon hatte Siri als Sprachassistenten recht schnell überholt, dem dezentralen Ansatz sei Dank. Der Versandhändler stellte die Infrastruktur bereit und verschleuderte die Hardware, die Entwickler fütterten das Ganze mit den sogenannten Skills. Doch der Ansatz geriet spätestens mit ChatGPT und Google Gemini gehörig ins Hintertreffen – zudem war die Zukunft zwischenzeitlich ungewiss. Nun möchte man zurückschlagen und zeigte erstmals Alexa+.
Alexa+ offiziell vorgestellt
Zunächst einmal wird es weiterhin die bisher bekannte Alexa geben, die Premiumfunktion heißt indes Alexa+. Hier lag der Fokus einerseits darauf, die Konversationen möglichst natürlich zu gestalten – sie soll sich weniger wie Technik und eher wie ein Partner zum Lösen von Problemen anfühlen. Alexa+ lernt euch also im Laufe der Zeit deutlich besser kennen. Amazon hat das in vier Punkten zusammengefasst:
- Konversationsfähig: Alexa+ führt natürliche, fließende Unterhaltungen, die sich echt anfühlen. Es versteht den Kontext und die Bedeutung und schafft nahtlose Interaktionen ohne präzise „Alexa“-Sprache.
- Personalisiert: Alexa+ lernt von Ihnen, und je mehr Sie es nutzen, desto individueller wird es – von Ihrer Lieblingsunterhaltung bis hin zu den Ernährungsgewohnheiten, Allergien und wöchentlichen Traditionen Ihrer Familie.
- Erledigt Dinge: Alexa+ handelt in Ihrem Namen und kümmert sich um alles, von der Terminplanung und dem Einkauf von Geschenken bis hin zu Reisevorbereitungen und Hilfe beim Lernen. Von einfachen Aufgaben bis hin zu komplexen Projekten bietet es Unterstützung, der Sie vertrauen können.
- Noch intelligenter: Alexa+ kombiniert umfangreiches Wissen mit einer sympathischen Persönlichkeit, sodass sich generative KI natürlich und zugänglich anfühlt. Hilfreiche Intelligenz, wann und wo immer Sie sie brauchen.
Es werden diverse LLMs unterstützt
Gleichzeitig soll Alexa+ dank verbesserter Architektur und unter Verwendung verschiedener LLMs in der Lage sein, nahezu alle Bereiche abzudecken. Unter anderem ist hier das Modell des Partners Anthropic integriert. Ferner steht natürlich die Steuerung verschiedener Aufgaben in den eigenen vier Wänden im Fokus:
- Mediensteuerung: Alexa+ kann Musik zwischen Räumen verschieben und gezielt Szenen aus Filmen auf Prime Video ansteuern.
- Smart-Home-Integration: Nutzer sollen neue Routinen per Sprachbefehl erstellen können, um Abläufe zu automatisieren.
- Haushaltsverwaltung: Alexa+ soll Einkaufslisten optimieren und basierend auf Ernährungsgewohnheiten Vorschläge machen.
Amazon will so sichergehen, dass alle gestellten Anfragen auch mit einer zufriedenstellenden Antwort quittiert werden. So reicht es beispielsweise aus, einen Song grob zu beschreiben, um den passenden Suchtreffer zu bekommen.
Möglichst breite Anbindung an externe Partner
Die neue Alexa+ soll dabei auch die Vorteile der bisherigen Alexa integrieren, was für den Versandgiganten eine große Herausforderung war, man habe Schnittstellen geschaffen, an die Tausende von Experten zugreifen und andocken können, dazu zählen beispielsweise Uber, OpenTable. Außerdem können Experten bzw. Anfragen für gezielte Situationen angefragt werden. Als Beispiel nannte man eine Reparatur für ein Gerät.
Zunächst nur in den USA verfügbar
Kundne in Europa werden sich noch gedulden müssen, Alexa+ wird zunächst nur in den USA und nur auf Englisch verfügbar sein – allerdings erst im kommenden Monat. Im ersten Abschnitt werden zudem nur Echo-Geräte mit einem Display unterstützt, laut Amazon sind das die Serien 8, 10, 15 und 21. Alexa+ werde sich aber ab einem späteren Zeitpunkt auf jedem Echo-Gerät nutzen lassen, versicherte Amazon. Zudem kündigte man an, Alexa+ in jeder Region zur Verfügung stellen zu wollen, in der auch die normale Alexa verfügbar ist. Konkreter wollte man sich jedoch nicht äußern.
Amazon Prime dürfte mittelfristig deutlich teurer werden
Auch zur Preisgestaltung äußerte man sich und wir haben die Überschrift für diesen Abschnitt ganz bewusst gewählt. Zum Start wird Alexa+ monatlich 19,99 US-Dollar kosten, Prime-Mitglieder können den Dienst jedoch ohne Aufpreis nutzen. Angesichts dessen gehen wir davon aus, dass Amazon Prime in den USA innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate deutlich teurer werden wird. Und erfahrungsgemäß dauert es dann auch nicht lange, bis der Preisanstieg auch hierzulande greift.
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