{"id":148357,"date":"2023-07-13T17:14:59","date_gmt":"2023-07-13T15:14:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.apfelpage.de\/?p=148357"},"modified":"2023-07-13T17:15:00","modified_gmt":"2023-07-13T15:15:00","slug":"frontalcrash-e-bike-hersteller-vanmoof-ist-insolvent-und-steht-wohl-vor-dem-endgueltigen-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/frontalcrash-e-bike-hersteller-vanmoof-ist-insolvent-und-steht-wohl-vor-dem-endgueltigen-aus\/","title":{"rendered":"Frontalcrash: E-Bike-Hersteller VanMoof ist insolvent und steht wohl vor dem endg\u00fcltigen Aus"},"content":{"rendered":"
Es gibt viele Firmen, die sich in ihrem Marktsegment als „das Apple im Bereich XY“ sehen. Im Markt der E-Bikes hat sich VanMoof diesen Anspruch an das Revers geheftet und schaffte es sogar, sich eine Partnerschaft mit dem Unternehmen zu sichern, als es um die \u00d6ffnung der „Wo ist?“-Funktion ging. Doch nun scheint das niederl\u00e4ndische Unternehmen einen Frontalcrash hingelegt zu haben, von dem man sich nicht mehr erholen k\u00f6nnte. <\/strong><\/p>\n Obwohl der Markt f\u00fcr E-Bikes seit Jahren mit Ausnahme von 2021 konsequent w\u00e4chst, k\u00f6nnen nicht alle Anbieter gleicherma\u00dfen davon profitieren. Besonders hart trifft es dabei den Pionier VanMoof, der nun endg\u00fcltig in Schieflage geraten zu sein scheint. Schon Ende 2022 drohte dem Unternehmen das Aus, eine Insolvenz konnte in allerletzter Sekunde abgewendet werden – unter anderem durch Stundung von offenen Rechnungen bei seinen Zulieferern. Doch die Altlasten scheinen zu7 hoch gewesen zu sein. Wie The Verge berichtet, hat sich das Unternehmen in seiner Heimat Amsterdam an die entsprechenden Gerichte gewandt, um Rechtsschutz zu erhalten, bis alle offenen Zahlungen geleistet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n Die sogenannte vorl\u00e4ufige „surseance van betaling<\/a>“ (was grob \u00fcbersetzt „Aussetzung der Zahlung“ hei\u00dft), die VanMoof eingegeben hat, wird in der Regel f\u00fcr einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten gew\u00e4hrt und – was wichtig ist – soll Unternehmen helfen, Konkurs zu vermeiden. Es ist jedoch auch oft der erste Schritt in Richtung eines Insolvenzverfahrens. Nach niederl\u00e4ndischem Recht k\u00f6nnen Gl\u00e4ubiger ihre Schulden nicht w\u00e4hrend der Aussetzung der Zahlungsfrist geltend machen, die endet, sobald alle Gl\u00e4ubiger bezahlt sind, eine endg\u00fcltige Vereinbarung mit den Gl\u00e4ubigern (privat oder gerichtlich) getroffen wird oder wenn das Unternehmen f\u00fcr bankrott erkl\u00e4rt wird.<\/p>\n Im Zuge dessen hat man seine Marken-Stores geschlossen – offiziell, um die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu gew\u00e4hrleisten. Denn nicht nur der Verkauf neuer E-Bikes inklusive der vor zwei Monaten vorgestellten neuen Modelle wurde eingestellt, aktuell werden auch keine Reparaturen oder andere Wartungsverpflichtungen erf\u00fcllt. Das erz\u00fcrnt erwartungsgem\u00e4\u00df viele Kunden, denn g\u00fcnstig waren die E-bikes von VanMoof nicht. Run 2500 bis 3500 Euro musste man f\u00fcr ein VanMoof hinlegen, hinzu kommen noch Wartungsleistungen, die man sich mit bis zu 600 Euro bezahlen lie\u00df. Problematisch wird es zudem, dass VanMoof nahezu alle Bauteile wie Schaltung, Bremsen oder das Kick-Schloss selbst entwickelt und in \u00dcbersee im Auftrag hat fertigen lassen. Ersatzteile d\u00fcrften bei einer Abwicklung des Unternehmens f\u00fcr Besitzer eines VanMoof also nur schwer zu bekommen sein.<\/p>\n Warum VanMoof scheinbar in die endg\u00fcltige Insolvenz geschlittert ist, l\u00e4sst sich nur schwer erahnen. Brancheninsider sagen aus, dass VanMoof jedes einzelne E-Bike mit einem Verlust verkauft hat. Daf\u00fcr fehlt uns das Know-How. Was wir aber festhalten k\u00f6nnen, sind diverse Qualit\u00e4tsprobleme, die man nie in den Griff bekam. Speziell die Schaltung erwies sich als enorm fehleranf\u00e4llig, wobei hier der E-Shifter der \u00dcbelt\u00e4ter war. Auch bei der Materialauswahl f\u00fcr die Dichtungen der Kn\u00f6pfe war oftmals eher minderwertig. VanMoof besserte zwar in der Garantie immer kostenfrei nach, doch man musste das Bike abholen lassen. Kurzzeitig setzte man auf autorisierte Service-Werkst\u00e4tten, doch auch dies war keine dauerhafte L\u00f6sung. Dabei hatte VanMoof mit dem grundlegenden Konzept viele Dinge richtig gemacht. Ein schlankes und minimalistisches Design mit im Rahmen integrierte LEDs, komplett im Rahmen integrierte Kabel, eine konsequente App-Anbindung und ein Display auf der Rahmenstange. Zudem war der Boost-Button eine clevere Idee, um den fehlenden Drehmoment-Sensor zu kompensieren. Lediglich der fest verbaute Akku war etwas abschreckend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Es gibt viele Firmen, die sich in ihrem Marktsegment als „das Apple im Bereich XY“ sehen. Im Markt der E-Bikes hat sich VanMoof diesen Anspruch an das Revers geheftet und schaffte es sogar, sich eine Partnerschaft mit dem Unternehmen zu sichern, als es um die \u00d6ffnung der „Wo ist?“-Funktion ging. 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<\/p>\n
Stores werden geschlossen<\/h2>\n
Probleme nie nachhaltig gel\u00f6st<\/h2>\n