{"id":46591,"date":"2014-01-19T11:11:08","date_gmt":"2014-01-19T09:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.apfelpage.de\/?p=46591"},"modified":"2015-12-08T12:22:17","modified_gmt":"2015-12-08T11:22:17","slug":"4k-und-der-krampf-hinter-dem-hdmi-anschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/4k-und-der-krampf-hinter-dem-hdmi-anschluss\/","title":{"rendered":"4K und der Krampf hinter dem HDMI-Anschluss"},"content":{"rendered":"
Kommentar<\/em>: Wenn es um aktuelle Techniktrends geht ist 4K das Top-Thema. Egal ob IFA, CES oder CeBit – alles redet von der hochaufl\u00f6senden Bildschirmtechnik. Demos von Video- und Bildmaterial \u00fcberw\u00e4ltigen den Kunden beim ersten Betrachten. Schnell kommt der Gedanke eines Upgrades von HD auf UHD im heimischen Wohnzimmer. Doch der ganze Schein tr\u00fcgt – und zwar gewaltig.<\/p>\n Vorneweg – 4K ist eine Weiterentwicklung von Full-HD. Statt wie Full-HD mit 1920 x 1080 l\u00f6st 4K, auch UHD (Ultra High Definition) genannt, mit 3840 \u00d7 2160 auf. Wer sich erinnert, der wird den Schwindel von HD noch kennen. Erste TV-Ger\u00e4te wurden auf h\u00f6chstem Podest 4K sieht optisch toll aus und macht ab einer Bildschirmgr\u00f6\u00dfe von 55 Zoll Sinn. Bei Fotografen und Videoschnittleuten bewirken Computerbildschirme ab 24 Zoll und mit 4K-Aufl\u00f6sung aber ebenso einen gro\u00dfen Vorteil. Details sind sch\u00e4rfer und in Screendesigns kann noch besser und detailreicher gearbeitet werden. Angeschlossen per HDMI sollen sich 4K-Displays ganz einfach mit 4K-Material bespielen lassen – lauten die Verkaufsslogans zumindest. Doch der Krampf steckt im Detail.<\/strong><\/p>\n Derzeit gibt es keine einheitliche Standardisierung f\u00fcr 4K-Anschl\u00fcsse. Die Welt setzt auf HDMI – was nicht verwerflich ist, allerdings aber auch nicht zu Ende gedacht wird. Denn aktuelle 4K-Displays haben entweder HDMI 1.3 oder HDMI 1.4(a) – beides, wer h\u00e4tte es gedacht, also \u201e4K-Ready\u201c. Denn beide HDMI-Anschlussstandards k\u00f6nnen UHD-Material nur mit einer Frequenz von 24Hz wiedergeben. F\u00fcr 4K ziemlich schlecht. Die HDMI-Buchse ist fest verbaut und kann nicht einfach mal in naher Zukunft getauscht werden. Der gekaufte 4K-TV ist schon beim Kauf veraltet – da kommen doch wieder die Erinnerungen von „HD-ready“ hoch.<\/p>\n HDMI 2.0 hingegen ist bereit f\u00fcr 4K und kann selbst Bilder mit 120Hz \u00fcbertragen bzw. darstellen. Kein Wunder, dass Samsung alle Anschl\u00fcsse an einer austauschbaren Leiste unterbringt – bei Anschluss\u00e4nderung kann einfach eine neue Anschlussleiste (Connector-Box) f\u00fcr den 4K-TV nachgekauft und angeschlossen werden. Andere Hersteller, wie Sony, haben ein Firmwareupdate angek\u00fcndigt, welches aus einem alten HDMI-Standard einen neuen HDMI-Standard macht. Klingt sehr nach Wunschdenken, Illusion und Entschuldigung zugleich, denn Software kann einen Hardwarestandard nicht aufr\u00fcsten. Bevor es vergessen wird – mit HDMI-Standards kommen zugleich auch Standards von Datei\u00fcbertragungsraten hinzu. Erst HDMI 2.0 kann bei der Datenmenge \u00fcberhaupt mithalten. Diese HDMI-Version ist doppelt so schnell wie HDMI 1.4(a) wodurch eine h\u00f6here Framerate m\u00f6glich ist. HDMI 1.4(a) schafft gerade einmal 8,16 Gbit\/s. HDMI 2.0 hingegen 14,4 Gbit\/s (600 MHz x 8 Bit x 3).<\/p>\n Gr\u00f6\u00dfer ist der technische K(r)ampf an 4K-Inhalten. 4K-BluRays stehen als „neue Erlebniswelt“ in den Regalen. Toll – wer es denn wirklich glaubt. Natives 4K-Material ben\u00f6tigt eine riesige Speichermenge. Mit 50GB-BluRays kommt man da nicht weit, denn ein 4K-Film kann schnell auf \u00fcber 100GB kommen. Problem – auf welches Medium bannt man 4K-Filme und was setzt man als weltweiten Standard? Kommt wieder ein Kampf zwischen zwei Speichermedien, wie man es von HD-DVD und BluRay kannte? Und wenn dieses Thema abgehandelt w\u00e4re, k\u00f6nnte man sich darauf konzentrieren natives 4K-Material zu produzieren und aufh\u00f6ren den Kunden mit „4K-BluRays f\u00fcr eine neue Erlebniswelt“ zu Apple kann 4K – so meint man es, wenn man sich einen Mac Pro (Late 2013) kauft. Stimmt, Apple kann 4K, allerdings bisher auch nur sehr eingeschr\u00e4nkt. Aktuelle Modelle des MacBook Pro Retina (Late 2013) verf\u00fcgen \u00fcber einen HDMI 1.4(a)-Anschluss, so auch der Mac Pro (Late 2013) – auch hier wird maximal 2160p mit 30Hz ausgegeben – egal wie toll das angeschlossene Display auch sein mag. Interessant ist aber, dass sich auf einem aktuellen MacBook Pro Retina (Late 2013 – 15 Zoll) unter Windows 8 auch 2160p mit 60Hz ausgeben lassen. Unter Win8 ist der Treiber f\u00fcr die verbaute nVidia-Grafikkarte somit vorhanden und kann ausgereizt werden. Das 13 Zoll-Modell hat grafiktechnisch nicht die Power um da mithalten zu k\u00f6nnen – daf\u00fcr ist die Intel Iris Graphics zu schwach. Das 15 Zoll-Modell hingegen hat eine dedizierte nVidia-Grafikkarte mit 2GB GDDR5 Speicher. Unter dem Mac Pro (Late 2013) sollte sich das gleiche Ph\u00e4nomen aufzeigen lassen. Auch hier sollten, seitens ATI, die passenden Windowstreiber verf\u00fcgbar sein, um 4K-Material in 60Hz durchschleifen zu k\u00f6nnen. Apple k\u00f6nnte da einfach den passenden Treiber nachliefern und ein kleines, gro\u00dfes Problem aus der Welt schaffen. Apple wartet aber scheinbar noch etwas – oder auf Etwas? Oder hat auch Apple bisher noch nicht ganz zu Ende gedacht?<\/p>\n Wie man es auch betrachtet, das ganze 4K-Thema ist nicht rund und auf keinem einheitlichen Standard. Es gilt noch viel zu bestimmen und zu regeln, bevor 4K eine standadisierte Massenmarktreife erlebt. Was 4K-Fernseher angeht, sollte man einfach noch etwas abwarten und vorallem keinem Logo wie \u201eHDMI-2.0 ready\u201c vertrauen!<\/p>\n Da wundert es doch niemanden, dass Apple auf Thunderbolt 2 setzt. Ein hauseigenes Thunderbolt-Displays mit 4K-Aufl\u00f6sung k\u00f6nnte, dank Thunderbolt 2, 4K mit nativen 120Hz empfangen. Zeitgleich kann der Anschluss sogar mehrere Displays gleichzeitig betreiben. Wer braucht da noch einen nichtstandadisierten HDMI-Anschluss?<\/p>\n <\/p>\n Euch gef\u00e4llt meine redaktionelle Arbeit und ihr m\u00f6chtet sie unterst\u00fctzen? Dann k\u00f6nnt ihr dies gerne \u00fcber diesen Link<\/a> tun. Vielen Dank.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Kommentar: Wenn es um aktuelle Techniktrends geht ist 4K das Top-Thema. Egal ob IFA, CES oder CeBit – alles redet von der hochaufl\u00f6senden Bildschirmtechnik. Demos von Video- und Bildmaterial \u00fcberw\u00e4ltigen den Kunden beim ersten Betrachten. 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angepriesen<\/del> demonstriert und bekamen das Logo \u201eHD-Ready\u201c. Was der Kunde nicht wusste – damit kann Material maximal mit 720p, sprich in 1280 x 720, betrachtet werden. An ein 1080p-Erlebnis war nie zu denken. Nachfolgemodelle mit Full-HD-Panel waren schon mehr in der Lage mit 1080p-Material umgehen zu k\u00f6nnen. Mit 3D wiederholte sich dieses Szenario! \u201e3D-Ready\u201c lautete der Verkaufsschwindel. 3D-Ready konnte, im Vergleich zu dem sp\u00e4teren Full-3D, Material nur in 720p wiedergeben. Auch setzte man voraus, dass extra Hardware (Grafikkarte) am TV-Ger\u00e4t angeschlossen ist, die das Signal f\u00fcr die Shuttertechnik umrechnet. Full-3D kann dies selbstst\u00e4ndig, da die Technik im Fernsehger\u00e4t schon verbaut ist, ebenso wie der passende, eingebaute Sender zur \u00dcbertragung. Das waren nur Aufl\u00f6sungen und Hardwarehintergr\u00fcnde – mit Frequenzen hatten wir es bisher aber noch nicht zu tun. Bei 4K wird das Thema besonders interessant.<\/span><\/p>\n<\/a><\/p>\n
verarschen<\/del> begeistern.<\/p>\n