{"id":72478,"date":"2016-07-04T17:34:10","date_gmt":"2016-07-04T15:34:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.apfelpage.de\/?p=72478"},"modified":"2017-06-09T19:26:49","modified_gmt":"2017-06-09T17:26:49","slug":"app-store-verflixtes-monopol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/app-store-verflixtes-monopol\/","title":{"rendered":"App Store: Verflixtes Monopol"},"content":{"rendered":"
Spotify beschwert sich \u00fcber Apples App-Store-Regeln – und trifft damit genau den Puls der Entwickler. Apples Antwort kann man nicht gelten lassen. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Freiheiten und freien\u00a0Wettbewerb im App Store.<\/strong><\/p>\n Man sagt immer:\u00a0Konkurrenz belebt das Gesch\u00e4ft. Aber was, wenn die kleine Konkurrenz schon bei der Geburt von den Gro\u00dfen beschr\u00e4nkt\u00a0wird – weil diese auf sie angewiesen ist?<\/p>\n Apple und Spotify liefern sich derzeit ein Duell, das wichtiger nicht sein kann. Es geht um die Frage, ob Apples 30 Prozent-Abnahme im App Store legitim ist. Von jedem Euro, den Entwickler mit ihrer App erwirtschaften, schnappt sich Apple 30 Cent – ausnahmslos. Bei Millionen-Ums\u00e4tzen ist der Verlust f\u00fcr die Entwickler dadurch enorm. Das Problem: Sie selbst haben keine M\u00f6glichkeit, auf alternative Zahlmethoden f\u00fcr ihr Angebot zu verweisen. Das hat Apple im Fall Spotify<\/a> nun nochmals klar gestellt.<\/p>\n Das Problem w\u00e4re wom\u00f6glich kein so gro\u00dfes, wenn Spotify nicht selbst Konkurrent von Apple w\u00e4re. Durch die 30 Prozent-Abnahme kostet ein Abo beim schwedischen Musikdienst 12,99 Euro statt 9,99 Euro, wenn man innerhalb der App zahlt. Apple Music dagegen l\u00e4sst sich \u00fcberall f\u00fcr 9,99 Euro abonnieren.\u00a0Das kann doch nicht fair sein?<\/p>\n Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich argumentieren, dass alle Entwickler gleicherma\u00dfen die 30 Prozent an Apple abdr\u00fccken\u00a0m\u00fcssen. Und nat\u00fcrlich ist es schlie\u00dflich auch Apple, das\u00a0die Plattform f\u00fcr das Programm und damit die Nutzerschaft f\u00fcr den Dienst \u00fcberhaupt bereitstellt. Diese Denkweise ist aber veraltet. Denn was bleibt denn Startups anderes \u00fcbrig, wenn sie unwiederbringlich\u00a0auf Apps angewiesen sind? Sie\u00a0k\u00f6nnen nicht ohne Weiteres auf die zahlreichen Nutzer verzichten.<\/p>\n iOS und Android haben\u00a0die Monopolstellung inne, die sie zu bem\u00e4chtigen scheint, ihren selbst geschaffenen Markt zu regulieren. Doch auch Apple (und Google) sollten sich an die Regeln eines Marktes halten. Das bedeutet: Freier Wettbewerb, freie Konkurrenz.\u00a0Doch Apple verhindert das\u00a0– und ist sich dessen komplett bewusst. Der Konzern setzt auf seine eigenen Regeln. Das darf er. Aber wirklich vertretbar ist das in unserer Zeit\u00a0nicht mehr.<\/p>\n (Bild:\u00a0Bloomua<\/a> \/ Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n Vielleicht ist das zu gro\u00df gedacht. Doch ich bin der Meinung, auch Apple sollte fairen Wettbewerb garantieren k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich ist der freie Wettbewerb\u00a0eines der gr\u00f6\u00dften Errungenschaften unserer Zeit. Und das macht der Konzern nicht, wenn er den Entwicklern verbietet, auf Bezahlmethoden au\u00dferhalb der In-App-K\u00e4ufe zu verweisen. Und das macht er auch nicht, wenn er den zumeist geistreichen\u00a0Entwicklern\u00a030 Prozent ihres Umsatzes wegnimmt, obwohl er keinen Beitrag zum Konzept und zur Idee des Programms gebracht hat.<\/p>\n Apple sollte den Umsatz der Entwickler nicht antasten und sie somit nicht aktiv benachteiligen. Damit erlaubt der Konzern nicht nur einen freien, bl\u00fchenden Markt. Er tut auch den Nutzern etwas gutes, die wie im Fall von Spotify weniger zahlen m\u00fcssten.<\/p>\n Daf\u00fcr muss Apple gegebenenfalls auf den Kosten im App Stores sitzen bleiben – oder diese durch etwas h\u00f6here\u00a0Entwicklerbeitr\u00e4ge refinanzieren, die es auch jetzt schon gibt. Nur so kann der Konzern garantieren, dass der App Store attraktiv bleibt f\u00fcr Entwickler. Diese\u00a0k\u00f6nnen mit den Mehreinnahmen auch mehr investieren.<\/p>\n Wenn Apple also eines aus der Debatte mit Spotify lernen\u00a0sollte, dann das: Aktiv die Konkurrenz zu benachteiligen, ist lange nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Nur ein freier und agiler\u00a0Wettbewerb\u00a0kann Innovationen f\u00f6rdern. Und daf\u00fcr sollte auch der App Store stehen. Es wird Zeit umzudenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Spotify beschwert sich \u00fcber Apples App-Store-Regeln – und trifft damit genau den Puls der Entwickler. Apples Antwort kann man nicht gelten lassen. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Freiheiten und freien\u00a0Wettbewerb im App Store. Man sagt immer:\u00a0Konkurrenz belebt das Gesch\u00e4ft. 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\n(Bild:\u00a0kenary820<\/a> \/ Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\nDirekte Konkurrenten<\/h2>\n
Auch der eigene\u00a0Marktplatz braucht Freiheiten<\/h2>\n
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