{"id":75536,"date":"2016-11-22T15:03:29","date_gmt":"2016-11-22T14:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.apfelpage.de\/?p=75536"},"modified":"2016-11-22T16:28:08","modified_gmt":"2016-11-22T15:28:08","slug":"apple-koennte-milliarden-verlieren-kein-weg-vorbei-an-web-apps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/apple-koennte-milliarden-verlieren-kein-weg-vorbei-an-web-apps\/","title":{"rendered":"Apple k\u00f6nnte Milliarden verlieren: Kein Weg vorbei an Web-Apps?"},"content":{"rendered":"

Nachdem Apple bereits bei HTML5 das Tempo vorgegeben hat, versucht Google nun wieder verst\u00e4rkt den Weg in die Zukunft des Internets mitzugestalten. So wurde der hauseigene Chrome Browser, der in seiner Anfangszeit durch Geschwindigkeit \u00fcberzeugte, mit den Jahren immer tr\u00e4ger. Zwischenzeitlich galt die Verwendung von Apples Safari-Browser unter Android-Usern als totsicherer Trick, um die Akkulaufzeit um eine Stunde zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n

Peinlich \u2013 fand auch Google und spendiert dem Browser in Version 55 (erscheint im Dezember) eine Di\u00e4t. Und weil Bewegung bekanntlich beim Abnehmen hilft, setzt der Konzern au\u00dferdem auf mehr Mobilit\u00e4t beim Surfen: \u201emobile first\u201c lautet die Devise. K\u00fcnftig will Google bei der Erstellung des Suchindexes die mobile Version einer Website durchsuchen und zur Grundlage des Rankings machen<\/a>. Die ebenfalls abgespeckten und daher schnelleren AMP-Versionen von Websites<\/a> bevorzugt die Google-Suche bereits seit einiger Zeit.<\/p>\n

\"Chrome<\/p>\n

Auf der Chrome Dev Summit in San Francisco widmete man sich nun weitestgehend einem weiteren Punkt in Sachen Mobilit\u00e4t: Progressive Web Apps (PWA)<\/em>. Das sind Anwendungen, die \u00fcber eine URL direkt im Browser aufgerufen werden. Die App muss nicht installiert werden, kann aber als Icon auf dem HomeScreen des Smartphones abgelegt werden. Dies stellt f\u00fcr die meisten Anwender eine deutlich geringere H\u00fcrde dar, als die Installation einer nativen App \u2013 nicht zuletzt wegen des geringeren Speicherverbrauchs. Dank Push-Benachrichtigungen und einer Caching-Funktion, die zuvor geladene Inhalte sp\u00e4ter auch offline abrufbar macht, wird mit PWAs jedoch eine \u00e4hnlich hohe Kundenbindung erzielt, wie mit nativen Apps. Der zus\u00e4tzliche Entwicklungsaufwand entf\u00e4llt hingegen. Inhalte solcher Apps sind nicht nur mit allen Ger\u00e4ten, sondern auch von Suchmaschinen abrufbar und k\u00f6nnen daher besser gefunden werden. Die Anbieter von PWAs sind au\u00dferdem von keinem App-Store-Betreiber abh\u00e4ngig.<\/p>\n

\"Progressive<\/p>\n

Was f\u00fcr den Nutzer von Vorteil ist, kann AppStore-Betreiber wie Apple jedoch Milliarden kosten, galt die Entwicklung zum Service-Giganten<\/a> in Zeiten sinkender Ger\u00e4teverk\u00e4ufe doch als m\u00f6glicher Rettungsanker. Doch die Zahl der App-Downloads stagniert<\/a> und das Prinzip „App“ wird mancherorts<\/a> bereits totgesagt.<\/p>\n

Zwar hat auch Google mit dem Play-Store eine eigene Plattform, doch anders als bei Apple war diese nie konkurrenzlos, da Android kein abgeschlossenes System bildet. Google kann in PWAs au\u00dferdem mit seiner Kernkompetenz Geld verdienen: Werbung. Je mehr Zeit die Menschen im Web verbringen, desto mehr Werbeanzeigen klicken sie an.<\/p>\n

Noch erf\u00fcllen nicht alle Browser die f\u00fcr PWAs erforderlichen technischen Voraussetzungen: Chrome und Firefox<\/a>\u00a0sollen bereits voll kompatibel sein, aber auch von Safari, Opera und Edge soll es positive Signale geben. \u201eDoch was k\u00f6nnte Apple bewegen, PWAs in Safari zu unterst\u00fctzen,\u201c<\/em> fragt Jason Billingsley auf Twitter:<\/p>\n

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@drewzie<\/a> @mjasay<\/a> what is the motivation at Apple to support pwa in safari?<\/p>\n

\u2014 Jason Billingsley (@jbillingsley) 16. November 2016<\/a><\/p><\/blockquote>\n